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Die Augenblicke im Leben...

So viele die vergangen sind. Wie viele wohl noch warten??
Richtig bewusst ist man sich seiner Augenblicke selten. Doch manchmal erlebe ich den Augenblick sehr intensiv und mir wird bewusst, wie kurz sie doch sind, wie die krallenhaften Finger der Vergangenheit an ihm zerren, ihn mir entreißen und er dann plötzlich nicht mehr da ist. Man darf nicht darüber nachdenken. Über Vergänglichkeit.
Das macht einen ganz schön missgestimmt ;-)
Doch ich kann mich diesen Gedanken nicht entziehen. Sie begleiten mich ständig und verderben die Freude des Seins.
Manche Augenblicke wollen wir ja auch garnicht festhalten. Ich denke da vor allem an Zahnarztbesuche, Einsamkeit, Verluste, etc. Aber es gibt auch Momente die sollten immer währen. Tun sie aber nicht.
Sollten wir es positiv betrachten? Die Chance sich neuem hinzugeben? Zu erwarten?
Ich kann Messies verstehen, wie viele Erinnerungen habe ich schon mit einem Gegenstand ins Nirwana geschickt?? Ich mag gar nicht darüber nachdenken :D

Oscar Wilde sagte: "Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wieder kommen."
Also keine Diät machen??
Dieser Satz klingt ziemlich böse, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.
Erinnert mich etwas an Crowleys "Tu was du willst-bla bla"
Naja, so schön Versuchungen auch sein mögen, so fühle ich mich aber schlanker ihnen widerstanden zu haben.
Und wo würden wir nur hinkommen, täte ein jeder das was er will??
Ok, Augenblicke der Versuchungen. Wenn wir ihnen erliegen ist es entweder berauschend...moment, es IST definitiv berauschend, für den Augenblick^^ danach meldet sich das Gewissen und sagt  uns, ob wir Recht so getan haben oder auch nicht. Und in einer Welt wo Recht und Unrecht ziemlich klar definiert sind ist es ein leichtes ein schlechtes Gewissen zu haben.

Es gibt Augenblicke in meinem Leben, dessen Bilder kehren immer wieder. Manche, und darüber freue ich mich besonders, tauchen plötzlich auf, wenn mein feines Näschen einen bestimmten Geruch erschnuppert. Und dann "bääääm" Bilderflut :-) Das wiederum erinnert mich daran, dass ich schon ziemlich viel "vergessen" habe. Auch wenn ich alte Bekannte treffe und sie mir von "damals" erzählen, kann ich manchmal nur staunen :D
Meine früheste Erinnerung ist aus meinem 2. Lebensjahr. Ich trug, natürlich, eine Pämpi, und ein rotes T-Shirt. Meine Mutter wischte draußen den Flur. Ich war neugierig und stakselte hinterher. Da ich das nicht sollte, schimpfte meine Mama. Ich verängstigt stakselte rückwärts und "plumps" saß ich komplett im Wischeimer^^
Ich mag diese Erinnerung, an diesen Augenblick. Weil sie schon soo lang überlebt hat.

Wenn ich jetzt so in meinen 'Erinnerungen wühle, merke ich, dass mir die schlechten/traurigen Augenblicke viel näher sind, als sie sein sollten. Vielleicht auch gut so. Schließlich will man gewisse Fehler nicht noch einmal machen.
Wenn ich jetzt sage "Genieße jeden Augenblick, denn es könnte der letzte sein", dann erinnert mich das schon wieder an Crowley^^ Vieles läuft darauf hinaus, dass man eigentlich tun sollte wonach einem ist. Man sehnt sich nach Ungezwungenheit. Doch die Fesseln unserer Gesellschaft, ihre ethischen Fesseln halten alles im Zaum und verderben den Spaß an der Freud^^ Vor allem aber legt sie uns in Fesseln und hält uns dann aber gleichzeitig ein saftiges Steak vor die Nase (bei Vegetariern gilt dies nicht ;-) da isses vielleicht ein Tofuwürstchen)
Nun denn, ich denke auch in unserer Gesellschaft können wir unsere Augenblicke genießen. Wir erinnern sie. Wir trauern um sie....
Thats life!!!!

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