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Wenn man einfach länger braucht!

 Wenn man einfach mal länger braucht. Ja, dann sollte man sich diese Zeit auch einfach mal nehmen. Lebe diese Zeit bewusst, mit all dem Schmerz, all der Leere, all dem Bedauern, all den Zweifeln und all der Trauer. Was bleibt einem übrig? All das zu leugnen? Auf lange Sicht ist das einfach keine Option. Man leugnet sich einfach nur selbst. Man sollte sich nicht leugnen. Man ist doch alles was man hat. Alles was einem bleibt, wenn alles vergeht. Du bist die einzige Konstante in deinem Leben. Alle und alles andere ist ein Bonus in deinem Leben. Manchmal ist der Bonus ein Zugewinn positiver Gefühle und manchmal ein tiefes schwarzes, verschlingendes Loch. Aber so ist das Leben. Reite diese Welle, bis du in den seichten Gewässern der Endlichkeit angekommen bist. Diese momentane Phase meines Lebens ist aber auch eine seltsame Phase. Ich schwimme irgendwie im Alltag daher und weiß gar nicht so recht was ich mir wünschen soll. Für mich. Wenn man jung ist, dann wünscht man sich den Partner ...
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Tagebuch einer Mutter - vom Suchen und Finden!

Ohne Schwarz, kein Weiß. Ohne Licht, keinen Schatten, Ohne Oben, kein Unten. Ohne Freude, keine Trauer. Ohne Suchen, kein Finden?  Nein nein. So ist es nun mal eben nicht. Man findet ganz schön viel. Und das auch ohne, dass man irgendwas gesucht hat. Heute z.B. habe ich eine Seite von mir gefunden, wo ich kurz dachte: ok, jetzt aber mal ganz ruhig. Setzen, tief atmen. Und dann Klappe halten. WAS bitte stimmt denn nicht mit mir? Kennt ihr solche Momente? Ich glaube, wir kennen sie alle! Aber man schämt sich in solchen Momenten schon sehr für sich selbst. Vielleicht ist man auch nur zu selbstkritisch. Vielleicht auch nicht. Aber....zumindest bin ich kritisch mit mir selbst. Ich finde das ja eine gute Eigenschaft. Zu viel Selbstkritik ist auch nicht gut. Ich weiß das. Doch immer in seiner Mitte zu stehen ist eben nicht so leicht und überhaupt nicht möglich. Dafür passiert in einem Leben einfach zu viel. In letzter Zeit kreisen meine Gedanken wieder ziemlich wild. Es ist aber auch eine...

Tagebuch einer Mutter - den Mann, den ich liebe...

Was habe ich mir dabei nur gedacht? Einen Blogeintrag über Gefühle zu schreiben und dann auch noch über meine Gefühle. Ich bin ja eher jemand, der nicht so gerne und gut über die eigenen Gefühle spricht. Diese emotionale Ehrlichkeit macht angreifbar und verletzlich - und ich bin doch ein knallharter Typ! Zumindest gebe ich das immer vor. Warum ich meine Gefühlssülze ausgerechnet jetzt teilen möchte? Ich weiß nicht genau. Vielleicht weil ich gerade emotional freizügig bin. Ich ein bisschen Lust auf Seelenstriptease habe. Na ja und eigentlich weiß ja auch niemand wie viel Wahrheit in der freizügigen Wortsülze steckt. Abgesehen davon, mag ich Sülze aber eigentlich überhaupt nicht. Also weder die, die man körperlich verdaut noch seelisch. Doch irgendwie war es emotional etwas turbulent in letzter Zeit. Und zwar so turbulent, dass ich mich selbst nicht mehr ertragen habe. (ich rolle theatralisch mit den Augen) Worüber ich denn jetzt genau schreiben möchte? Laut der Überschrif...

Tagebuch einer Mutter - Wie geht glücklich?

 Wie geht eigentlich glücklich? Bin ich eigentlich glücklich? Es scheint ja das große Ziel des Alltags, der Lebensreise schlechthin zu sein. Überall werden wir damit konfrontiert. Tu dies und du bist glücklich, sei so und du bist glücklich, ändere jenes und du bist glücklich. Und wir ändern, verändern arbeiten wie verrückt an diesem, unserem persönlichen, Glück, doch irgendwie will sich dieses Glück nicht so richtig einstellen. Und auf diesem holprigen Weg zum vermeintlichen Glück, werden wir plötzlich immer unzufriedener. Wir sind abends frustriert, wenn wir im Bett liegen, weil wir wieder versagt haben. Wir stehen morgens, nach unzähligen Versuchen glücklich zu werden, schon miesgelaunt auf. Wir reihen uns in den Alltagstrott ein und sind wie im Tunnel. In einem Tunnel mit Scheuklappen. Glück ist kein Dauerzustand. Glück ist ein Moment. Glücklich sein ist das Bewusstsein darüber, welche Dinge Glück für dich wirklich bedeuten. Das ist doch einfach, wird da einer jetzt denken. "Mi...

Tagebuch einer Mutter - sich verlieben oder "Mach's gut 2024!

Ich bin mittlerweile in einem Alter angekommen, da habe ich alles durschaut. Ich kenne jeden schlauen Spruch. Mir macht man nichts mehr vor. Ich weiß was sich gehört. Ich weiß, wie der Hase läuft. Ich kann mich benehmen, wenn ich muss. Ich habe das Kind in mir immer wohl gepflegt. Dachte ich zumindest. 2024 war irgendwie ein komisches Jahr. Es gab einige tolle Momente. Aber auch einige Momente die mir das Herz sehr schwer machten. Diese schweren Momente lagen aber wohl daran, dass ich nicht so wirklich wusste, wohin mit mir. Meine Seele hatte keinen Heimathafen und irrte im dunklen Meer der Trivialität umher. Sie wollte. Ja, sie wollte viel und konnte diesem Wollen keinen Raum geben, da er ihr nicht geschaffen wurde. Es gab einfach keinen. Und so irrte sie, bis sie sich in der Dunkelheit auf den Boden warf und nur resignierend auf Licht wartete. Ja, ich war 2024 nicht sehr glücklich. Aber was bedeutet Glück? Und vielleicht offenbart sich das Glück ja auch erst im Nachhinein?  Wieso...

Tagebuch einer Mutter - Schichtdienst

Heute, kurz bevor ich in Windeseile das Haus verlassen musste, um durch den Schnee zur Arbeit zu fahren, kam mir der Gedanke, dass es mal wieder Zeit wäre einen Tagebucheintrag als Mutter zu formulieren.  Damals als ich noch jung und unerfahren war und nur das schnelle Geld von Bedeutung war, entschied ich mich dazu Kinderkrankenschwester zu werden. Ich hatte nie den Wunsch Kinderkrankenschwester zu werden, oder Krankenschwester, oder ähnliches. Auch wollte ich eigentlich nie Kinder bekommen. Doch unverhofft kommt ja bekanntlich oft und das Schicksal klopfte an meine Tür und meinte, es wäre an der Zeit meinem Leben eine neue Richtung zu geben. Ich wollte Photodesign studieren. Habe mich eher avantgarde und künstlerisch gesehen, doch ein Studium rückte aufgrund von plötzlichem Nachwuchs eher in den Hintergrund. Es rückte so weit ab, dass ich mir akut einen neuen Plan für meinen beruflichen Werdegang zurecht legen musste. Mit einem abgeschlossenem Studium kann man vielleicht irgendwa...

Corona nervt

 Ich sag's ja nicht gern, aber: Corona nervt! Das ist nichts neues sagst du?  Am 17.03.2020 hat die Kantine bei uns im Krankenhaus ihre Tore geschlossen, seitdem ist es vorbei mit Kantinenessen. Seitdem ist gefühlt alles was Spaß macht vorbei. Im Sommer gab es ein kurzes Annähern an Geselligkeit und Unbeschwertheit, aber die Infektionsangst war dennoch immer mit dabei. Corona hat ihren ersten Geburtstag gefeiert und noch nie hatte man weniger Lust etwas zu feiern wie diesen Coronageburtstag. Es fühlt sich irgendwie ganz oft so an, als hätte es 2020 nicht gegeben. Wenn ich an letztes Jahr denke, dann denke ich eigentlich nicht an 2020, sondern eher an 2019. Es ist ja nicht so, dass 2020 nichts passiert wäre. Nein, nein. Ein paar kleine, feine Dinge sind schon passiert. Aber irgendwie hätten diese Dinge auch in 2019 passiert sein können. 2019 - als die Welt noch in Ordnung war. Seit einem Jahr interessiere ich mich nun für Infektionszahlen. Für Hygienemaßnahmen außerhalb meines ...